Spielberichte:

Regionalliga Nord - Spieljahr 2003/04

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Übersicht

31. Spieltag »

Sonntag, den 9. Mai 2004, 14:00 Uhr - 30. Spieltag:

FC Sachsen Leipzig

1. FC Dynamo Dresden

Endergebnis

1 (0)

:

3 (1)

Torschützen

3:1 Daniel Ferl (64.)
1:0 Maik Wagefeld (32., Strafstoß)
2:0 Maik Wagefeld (51., Strafstoß)
3:0 Christian Fröhlich (53.)

Spielstatistik

Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
Zuschauer: 21.248
Spielstätte: Zentralstadion, Leipzig

Aufstellungen

Trainer: Jürgen Raab
Marko Eckstein
Ronny Thielemann
Mario Neunaber
Markus Kraizy
René Stark
Daniel Ferl
Piet Schönberg (73. Nico Kanitz)
Kevin Kittler
Ronny Kujat (65. Guiseppe Canale)
Denis Koslov (56. Michael Rechner)
Petr Nemec
 
Trainer: Christoph Franke
Ignjac Kresic
Dexter Langen
Volker Oppitz
Levente Csik
Rico Kühne (54. Sven Ratke)
Ronny Scholze (9. Sven Johne)
Maik Wagefeld
Lars Heller
Christian Fröhlich
Steffen Heidrich (73. Alexander Kunert)
Ranisav Javanovic

Spielbericht

Dynamo einfach cleverer

Die Partie begannen beide Mannschaften abwartend. Der Gastgeber hatte anfangs sogar mehr vom Spiel als der Aufstiegsanwärter. Nach zehn Minuten köpft Koslov den Ball knapp neben das Tor. Kurz darauf eine Flanke von Stark und wieder kann Koslov diese Gelegenheit nicht nutzen. In der 23 Minute dringt Stark in den Strafraum ein und wird von Heller gelegt. Den fälligen Strafstoß setzt aber Kujat nur an den rechten Pfosten. Nun lief bei den leipzigern nichts mehr. Nach einer halben Stunde musste Eckstein erstmals vor Heller retten. Kurz darauf wird Wagefeld im Strafraum von Thielemann gelegt und denn darauf folgenden Strafstoß verwandelt der gefoulte Spieler selbst. Die gut 12.000 Dresdner Fans unter den 21.000 konnten nun feiern. Kurz vor der Pause fast das 2.0 für Dresden als Eckstein einen Ball genau vor die Füße von Fröhlich spielt, der aber den Ball über das Tor haute. Neunaber hatte fast noch mit den Pausenpfiff den Ausgleich erzielen können, doch dessen Schuß landete nur auf der Latte.
Nach den Seitenwechsel lief bei den Grün-Weißen nichts mehr zusammen. Wagefeld konnte in der 51 Minute seinen zweiten Elfmeter sicher verwandeln. Damit war das Spiel praktisch entschieden. Doch Dynamo will mehr und kam in der 53. Minute durch Fröhlich zum dritten Tor. Der absolute Tiefpunkt setzte Eckstein nur zwei Minuten später, als er den Ball auserhalb des Strafraums mit der Hand spielte. Der Schiedsrichter gab für diese Aktion die Rote Karte und Chemie musste nun mit einen Mann weniger auskommen. Doch Dynamo begnügte sich mit den Spielstand und tat nicht mehr viel. Daniel Ferl konnte gar noch den Ehrentreffer erzielen. Mehr passierte aber im Spiel nicht so dass Dynamo das Spiel weil man einfach cleverer war verdient gewinnen. Zu erwähnen wäre noch das die Fans mehrfach eine La Ola Welle durch Stadion ziehen liessen.
rogo79

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Peinlichkeiten nehmen kein Ende

Leipzig. Nach der 1:3 (0:1)-Pleite gegen Dynamo Dresden ging es im Presseraum des Zentralstadions derb zur Sache. Sachsen-Präsident Christian Rocca verkündete, dass die nach passablem Beginn erneut versagenden FCS-Fußballer gehaltstechnisch rasiert werden. "Das war ein Offenbarungseid. Die Herren haben keinen Charakter, können sich ab sofort daran gewöhnen, was sie eine Klasse tiefer verdienen." Kaum hatte Rocca Dampf abgelassen, rempelte sich ein Mann mit hochrotem Kopf an Rocca vorbei. "Sie sind an allem schuld!", blökte der ehemalige Sponsor vom Klub der 100. "Ich habe 19 000 Mark hier reingesteckt, von mir kriegen Sie nie mehr etwas!" Aufsichtsrats-Chef Walter Oertel versuchte, die Wogen zu glätten. "Wir sollten ein, zwei Nächte über dasGanze schlafen." Da wusste der Jurist noch nicht, was Cheftrainer Jürgen Raab zur hochexplosiven Stimmung beitragen würde. "Man muss feststellen, dass uns in der Gesamtheit die Regionalliga-Reife fehlt." Einem Zuhörer ging der Gaul durch. "Wer hat den Kader denn zusammengekauft? Sie doch wohl!" Oertel: "Diese Frage kann man stellen ..." Sie wird heute gestellt. Dann tagt das Kontrollgremium. Rocca zum Trainer-Geständnis:"Bezogen aufs Dynamo-Spiel gebe ich Raab Recht. Insgesamt hatten wir das Zeug, die Klasse zu halten." Manager Uwe Thomas: "Bei Ausschöpfung aller Möglichkeiten wären wir drin geblieben. Wir hatten die Seuche."
Dynamo-Präsident Jochen Rudi hatte eine dicke Cohiba, schmauchte Zigarren-Kringel in die ohnehin dicke Luft, versuchte Trost zu spenden. "Wahnsinn, euer Stadion, diese Fans. Leipzig hat Profifußball verdient." Dass Dynamo mit einem Etat von knapp über zwei Millionen Euro oben steht, der FC Sachsen mit einem ähnlichen Haushalt absteigt, erklärt Rudi so: "Bei uns herrscht ein unglaublicher Zusammenhalt - das ist alles eine Suppe." In die der FC Sachsen vor 21 458 (!) Fans nur zeitlich begrenzt spucken durfte/konnte. Als Wende zum Schlechten wurde Minute 22 deklariert. In der profitierten die Gastgeber zunächst von einem Knick in der Optik des Linienrichters. Der verlegte ein Foul des Dynamos Lars Heller am Leutzscher René Stark in den Strafraum. Ronny Kujat konnte sich mit dem Geschenk nicht anfreunden und nagelte das Leder an den rechten Außenpfosten. 32. Minute, das Unheil nahm seinen Lauf. Libero Ronny Thielmann verlässt sich auf Torhüter Marco Eckstein, Eckstein verlässt sich auf Thielemann, Dresdens Kapitän Maik Wagefeld klemmt seinen Athleten-Körper dazwischen, "Thiele" grabscht, "Wage" fällt - Elfer. Der 23-jährige Bald-Nürnberger schiebt lässig zur Gästeführung ein. "Da fällt mir nix mehr ein", meinte Raab zur Entstehungsgeschichte des Rückstandes. "Thielemann muss den Ball ins Aus treten." Der Kritisierte war auf der Liberoposition eine glatte Fehlbesetzung - sah der Kämpfer übrigens selbst so. Der etatmäßige letzte Mann - vom Trainer zur unerwünschten Person erklärt - weilte nicht im Stadion. "Ich werde mich zu gegebener Zeit äußern", meinte David Bergner gestern.
Dresden in Durchgang zwei: schneller, wacher, williger als die sekündlich stärker einknickenden Chemiker. Verdienter Lohn: Das 2:0 durch Wagefelds zweiten Foulelfer. Piet Schönberg hatte gegen Dexter Langen das Bein stehen lassen (50.). Christian Fröhlichs 3:0 (53.) sorgte für Klarheit, Keeper Eckstein für Amüsement. Nach einem desorientierten Ausflug und Handspiel außerhalb des 16ers zückte der Referee Rot (56.) - Ersatzkeeper Michael Rechner kam, Stürmer Denis Koslov musste weichen. Daniel Ferl köpfelte noch das 1:3 (65.). Dresden auf dem Weg in die 2. Bundesliga, der FC Sachsen de facto in der 4. Liga. Wer zeigt Flagge, wer übernimmt Verantwortung für dieses Leipziger Desaster?
Guido Schäfer
© Leipziger Volkszeitung

3 gegen Dynamo - hat der FC Sachsen überhaupt noch Lust auf Liga 3?

Auf diese Truppe kann die dritte Liga getrost verzichten.
Der FC Sachsen 1:3 gegen Dynamo Dresden, die damit weiter vom Aufstieg träumen können. Die Leutzscher dagegen ( nun 16 Sieglos - Spiele ) dürften es in dieser Form nächste Saison selbst in der Oberliga schwer haben. Eine Blamage war es vor 21.248 Fans ( rund 13.000 waren aus Dresden da )!
Der Torwart unsicher. Die Abwehr löchrig wie ein Schweizer Käse. Das Mittelfeld quasi nicht vorhanden. Auch vom Sturm war nichts zu sehen. " Diese Mannschaft ist einfach nicht regionalligatauglich ", gestand Trainer Jürgen Raab ein. Sein eigenes Scheitern jedoch nicht. Er behauptet sogar: " Hätte man mir zu Saisonbeginn mehr als nur sieben Spiele gegeben, würden wir jetzt nicht an diesem Punkt stehen. " Damals wurde er gegen Harry Pleß ausgetauscht.
Vor fünf Wochen kam Raab wieder. Wollte es allen beweisen. Doch die Erfolglosigkeit blieb. So dass sich jetzt auch Präsidium und Management hinterfragen müssten. Boss Christian Rocca kündigte zumindest schon mal diese Konsequenz an: das Gehalt der Spieler wird rückwirkend zum April auf Oberliga - Niveau angepasst. Heisst: 20 Prozent weniger. Rocca: " Wem es nicht passt, kann gleich seinen Spind räumen. "
Noch kurz zum Spiel: Kujat versemmelte die Führung, als er einen Elfer an den rechten Pfosten jagte ( 23. ). Dynamo traf vom Punkt besser: Wagefeld war gleich zweimal erfolgreich ( 32./ 51. ). Nach einem Konter haute Fröhlich das dritte Ding ins grün - weisse Herz ( 54. ). Sachsen - Keeper Eckstein hielt dann doch mal einen - allerdings ausserhalb des Strafraums. Rot war die logische Folge ( 56. ). Ferl gelang per Kopf zumindest noch das 1:3 ( 64. ). Neben den tollen Fans ( La - Ola - Welle zusammen mit den Dynamo - Anhängern ) das einzig positive an diesem trostlosen Fussball - Nachmittag.
Stefan Krause
© Bild-Leipzig

Mit Glück und Cleverness

Leipzig. Was für ein Fußball-Tempel, was für ein Kick! 21 248 Fans (davon die Hälfte schwarz-gelb dekorierte), vier Tore, drei Elfer, ein Platzverweis und jede Menge Dramatik - das Derby zwischen Sachsen und Dynamo war das Eintrittsgeld wert. Vor allem für die Neulinge im Zentralstadion. Maik Wagefeld, zweifacher Torschütze, war begeistert: "Vor so einer Kulisse zu spielen, ist einfach geil!" Und gewinnen erst:"Wir haben gezeigt, dass wir eine Spitzenmannschaft sind", schwärmte "Wage" nach dem 3:1 (1:0)-Sieg der Gäste.
Zunächst wirkte der Auftritt der auf der Durchreise gen Zweite Liga befindlichen Bus-Touristen aus der Elbestadt aber nicht souverän. Offenbar noch berauscht vom Anblick der eleganten Ränge und dem Getöse darauf, brauchten die staunenden Besucher einige Minuten, bis sie sich auf die rustikal anrennenden Leutzscher eingestellt hatten. Ronny Kujat und Ex-Dynamo Denis Koslov wirbelten die Gäste-Abwehr einige Male durcheinander, im eigenen Spielaufbau stockte es. Ronny Scholze musste gleich wieder runter, da seine Wadenverletzung wieder aufgebrochen war. Ersatz Sven Johne und auch Rico Kühne ("Man versteht hier kaum seinen Nebenmann!") hatten so ihre Problemchen mit dem Gegenspieler, Dexter Langen rutschte mehrfach weg und sogar der insgesamt starke Levente Csik sauste einmal am Ball vorbei. In der 22. Minute wäre der Fehlstart beinahe perfekt gewesen, als Referee Thorsten Kinhöfer (Herne) eine handgreifliche Rangelei zwischen Lars Heller und Rene Stark mit dem ersten Strafstoß ahndete, obwohl alles außerhalb des 16ers passiert war. Kujat hämmerte den Ball an den Pfosten - Glück im Unglück! "Ich vermag nicht zu sagen, wie das Spiel läuft, wenn der Elfmeter reingeht", war Trainer Christoph Franke noch nach dem Abpfiff heilfroh, dass sein Ex-Schützling (beim CFC) versagt hatte.
Neu-Profi Wagefeld machte es besser: Erst provozierte der künftige Nürnberger Aushilfslibero Ronny Thielemann (musste für den wegen eines Trauerfalls fehlenden Almedin Civa ran) zu einem Zupfer, dann schob er cool links ein (32.), MarkoEckstein war nach rechts geflogen. Kurz vor der Pause sah der Leutzscher Schlussmann wieder ziemlich doof aus, als er für Christian Fröhlich auflegte, der aber mit einem Heber das 2:0 verpasste (42.). Das besorgte Wagefeld fünf Minuten nach Wiederanpfiff erneut vom Punkt, nachdem Piet Schönberg Langen gelegt hatte. "Wage" trat an - gleiche Ecke, scharf geschossen, für Eckstein zu platziert. Der Keeper wenig später wieder im Blickpunkt: Langens Schuss ließ er vor die Füße Fröhlichs prallen, der locker abstaubte (53.). Völlig fertig "rettete" Eckstein zwei Minuten darauf gegen Sven Ratke per Hand außerhalb des Strafraums und sah Rot. Spätestens jetzt waren die Sachsen endgültig in der Oberliga, das 1:3 von Daniel Ferl (61.) rein gar nichts mehr wert. Heimtrainer Jürgen Raab fand klare Worte für seine Absteiger: "Diese Mannschaft ist nicht regionalligatauglich." Dynamo, gebeutelt von Verletzungen und diesmal ohne die gesperrten René Beuchel und Daniel Ziebig, scheint indes zu Höherem berufen. Da können auch die Kölner Bubis, so Antreiber Wagefeld, getrost kommen: "Wir haben gegen die dreimal verloren, jetzt sind sie fällig!"
Jochen Leimert
© Dresdner neueste Nachrichten

„Wahnsinn, Weltklasse“

Atmosphäre im Zentralstadion beflügelt Dynamo beim 3:1 gegen Sachsen Leipzig

Der 1. FC Dynamo Dresden bleibt in der Fußball-Regionalliga auf Aufstiegskurs. Gestern gewannen die Gelb-Schwarzen beim FC Sachsen Leipzig mit 3:1 (1:0).
Nach dem Spiel in der Business-Lounge des Leipziger Zentralstadions: Christoph Franke kommt nicht weg. Immer wieder klopfen ihm Leute auf die Schulter. Es sind nicht nur Dresdner, die dem Dynamo-Trainer nach dem 3:1 (1:0)-Sieg beim FC Sachsen gratulieren. Auch viele Leipziger wünschen ihm alles Gute für den Aufstieg. Und immer wieder antwortet er: „Natürlich wollen wir es jetzt auch schaffen. Aber es gehört auch viel Glück dazu.“
Gestern hatten das die Gelb-Schwarzen im Leipziger Zentralstadion in der 24. Minute. Sachsen-Stürmer Ronny Kujat traf vom Strafstoßpunkt nur den Außenpfosten. „Ich weiß nicht, wie das Spiel weitergelaufen wäre, wenn er den Elfer verwandelt hätte“, meinte Franke, auch wenn sein Kollege Jürgen Raab mutmaßte: „Ob das ein Knackpunkt war, weiß ich nicht. Ich denke, Dynamo hätte ein Rückstand nicht gejuckt.“ Maik Wagefeld räumte ein, dass nach Kujats Pfostenkracher bei den Gelb-Schwarzen „auch die wach waren, die vorher ein bisschen geträumt hatten“.
Der 23-Jährige demonstrierte einmal mehr eindrucksvoll, dass er Dynamo auf seinem persönlichen Weg zum 1. FC Nürnberg in die Bundesliga eine Stufe mitnehmen will. Als sich die Leipziger Marco Eckstein und Verteidiger Ronny Thielemann nicht einig waren, drängelte er sich dazwischen und wurde von Thielemann prompt festgehalten. Schiedsrichter Thorsten Kinnhöfer pfiff Elfmeter, und der gefoulte Spieler nahm sich den Ball. „Ich habe einfach das Selbstvertrauen“, meinte Wagefeld. Eiskalt schickte er den Sachsen-Torwart Eckstein ins Leere und verwandelte zum 1:0 für Dynamo. „Ich suche mir eine Ecke aus und schieße dort hin. Ansonsten denke ich nicht viel nach.“
Nach dem Wechsel legten die Dresdner sogar noch eine Schippe drauf, erkämpften den Ball bereits in der gegnerischen Hälfte. Nach einem solchen Einsatz stürmte der starke Dexter Langen in den Strafraum, wurde von Piet Schönberg gelegt – erneut Elfmeter, erneut Wagefeld, erneut Tor. Wenig später bereitete er mit einem gewonnenen Zweikampf im Mittelfeld auch das 3:0 vor. Nach seinem Zuspiel zog Langen auf und davon, wurde zwar im letzten Moment abgeblockt, aber das Leder sprang zu Christian Fröhlich, der sich diese Chance nicht entgehen ließ. Für ein Handspiel außerhalb des Strafraums sah dann auch noch Sachsen-Keeper Eckstein die rote Karte, aber in Überzahl brauchten die Dresdner „etwa eine Viertelstunde, um unsere Ordnung wieder zu finden“, wie Franke monierte. Daniel Ferl verkürzte mit einem Kopfball nach Freistoß von René Stark zwar, aber der FC Sachsen fand nicht mehr ins Spiel zurück.
Dagegen feierten die rund 10 000 Dresdner Anhänger unter den 21 248 Zuschauern im neuen sächsischen Fußball-Tempel. „Vor so einer Kulisse zu spielen, ist der Wahnsinn“, schwärmte auch Wagefeld. „Dieses Stadion ist absolute Weltklasse. Schade, dass Dresden so etwas nicht hinbekommt. Vielleicht hätten einige Leute aus dem Rathaus mitfahren sollen, um diese Stimmung zu erleben.“
Sven Geisler
© Sächsische Zeitung

Dynamo bestraft FC Sachsen

Dynamo Dresden hat beim Abstiegskandidaten FC Sachsen nichts anbrennen lassen und mit einem 3:1-Sieg wieder einen Aufstiegsplatz erklommen. Das von über 21.000 Zuschauern besuchte Sachsen-Derby hatte viel zu bieten: viel Kampf, drei Elfmeter, vier Tore und eine rote Karte.

Raab: 'Wir sind nicht regionalligareif'

Die Partie litt zu Beginn unter vielen Fouls und Unterbrechungen. Der FC Sachsen spielte sehr engagiert und hatte auch die Riesenchance zur Führung, doch Kujat (23.) schoss einen umstrittenen Foulelfer nur an den Pfosten. Heidrich hatte Kujat an der Strafraumgrenze gefoult. Wesentlich besser vom Elfmeterpunkt war Dynamo-Spieler Wagefeld, der das 1:0 machte. Auch dieser Strafstoß war umstritten. Die Leipziger steckten nicht auf und kamen zu einigen Chancen (Kujat/42.), doch Dynamos Abwehr spielte clever und war meist auf der Höhe des Geschehens.

Wagefeld - sicherer Schütze vom Elfmeterpunkt

Nach der Pause dann machte Dresden mit einem Doppelschlag alles klar. Erst verwandelte Wagefeld seinen zweiten Elfer, an dem es übrigens nichts zu zweifeln gab, denn Schönberg rannte seinen Gegner Langen deutlich um. Der Gefoulte bereitete dann mit einer Einzelaktion das 3:0 vor. Fröhlich staubte ab. Leipzigs durchaus vorhandene Bemühungen wurden dagegen nur mit einem Tor belohnt. Ferl verkürzte per Kopf zum 1:3 und darf nächste Saison wieder in der Oberliga spielen.

Die Trainer zum Spiel

J. Raab (Leipzig): "Glückwunsch an Dynamo Dresden. Die Gäste haben verdient gewonnen und ich drücke ihnen die Daumen, dass sie den Aufstieg in die zweite Liga schaffen. Mit der Leistung meiner Mannschaft konnte ich nur in der ersten Halbzeit teilweise zufrieden sein. Danach hat die Mannschaft in der Gesamtheit gezeigt, dass wir nicht regionalligatauglich sind. Uns fehlt einfach die Klasse, um in der Liga zu bestehen."
C. Franke (Dresden): "Wenn die Leipziger in der ersten Halbzeit den Strafstoß verwandelt hätten und in Führung gegangen wären, dann wäre das Spiel vielleicht ganz anders gelaufen. So bin ich froh, dass wir drei Punkte mit nach Hause nehmen können. Ein Dankeschön gebührt Steffen Heidrich, der sich mit einer Fersenprellung plagt."

© www.mdr.de

Ansetzungen 30. Spieltag:

Fr.  07.05.04 - 18:30 SV Werder Bremen Amateure - SG Wattenscheid 09 4:2 (2:1)
Sa. 08.05.04 - 14:00 KFC Uerdingen 05 - SC Preußen Münster 1:2 (1:1)
Sa. 08.05.04 - 14:00 SC Paderborn 07 - KSV Holstein Kiel 3:1 (2:0)
Sa. 08.05.04 - 14:00 Chemnitzer FC - SC Rot-Weiß Essen 1:4 (0:0)
Sa. 09.05.04 - 14:00 FC Sachsen Leipzig - 1. FC Dynamo Dresden 1:3 (0:1)
Sa. 09.05.04 - 14:00 1. FC Köln Amateure - FC St. Pauli Hamburg 4:0 (1:0)
So. 09.05.04 - 14:00 FC Schalke 04 Amateure - Hamburger SV Amateure 2:3 (2:1)
So. 09.05.04 - 14:00 VfR Neumünster - TSV Eintracht Braunschweig 2:2 (2:1)
Mi.  19.05.04 - 18:30 Borussia Dortmund Amateure - Wuppertaler SV 1:2 (0:0)

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